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Am 18. März 2020 wandte sich die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel zum Thema Coronaepidemie in einer Ansprache an die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Sie forderte dabei jeden auf, dass Infektionsrisiko durch persönliche Hygiene, Reduzierung sozialer Kontakte und eigenes Verzichtengagement zu senken, damit das Gesundheitssystem nicht durch einen explosionsartigen Anstieg der Infizierten zusammenbricht. Leider werden aktuell einige Möglichkeiten zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos noch nicht ausgeschöpft.

Menschenansammlungen in engen Räume

Um das Infektionsrisiko zu senken ist ein Mindestabstand zwischen Personen einzuhalten. Dieser sollte mindestens 1,5 - besser 2 Meter sein.

Bei der weiteren Berichterstattung in der ZDF-Heute-Sendung des 18. März wurden Politiker gezeigt, die diesen Abstand nicht einhalten. Sie saßen dabei nicht im Bundestag,

dessen Bestuhlung mit der Anzahl der Sitzplätze, sondern standen zueinander bzw. nebeneinander.
Ein Abstand zwischen Menschen ist nicht immer möglich, z.B. in dicht gefüllten Bussen und Bahnen oder auch in Flugzeugen.

Bei Warteschlangen auf dem  Flughafengelände werden die Menschen angewiesen Abstand zueinander einzuhalten, doch im Flugzeug sitzen sie aktuell ungeschützt eng nebeneinander.


Wenn keine Abstandsvergrößerung zwischen Menschen möglich ist:

OP-Masken schützen andere Menschen primär vor den ansteckenden Bakterien und Viren der Maskenträger. Tragen alle Personen im betreffenden Raum diese Masken wird das gegenseitige Ansteckungsrisiko gesenkt.

Anwendbar:
Bundestag, Pressekonferenzen, (Politiker haben besonders in den Medien Vorbildfunktion) in Flugzeugen, Bus & Bahn
Aktuell sollen Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit Sondermaschinen aus dem Ausland zurückgeflogen werden. Bei allen Flügen sollten diese einfachen Masken zwingen für jeden Fluggastvorgeschrieben werden. 


Essenausgabe und Verkauf von unverpackten Lebensmitteln

Personen bei der Essenausgabe und dem Verkauf von unverpackten Lebensmitteln sollten OP-Masken zum Schutz vor der Infektionsweitergabe tragen, da sie als unerkannte Infektionsträger wie Multiplakatoren zur Ausbreitung der Virenerkrankung beitragen können.


Bereich mit geringem Raumangebot, z.B. Supermarktkasse, Pförtner, Essenausgabe, ...
 
Beispiel:
Bei Kassenbereichen ist ein persönlicher Abstand zwischen Kunden und Kassierer/in nicht immer möglich. Das Ansteckungsrisiko für die Beschäftigten ist durch die hohe Kontaktpersonenzahl hoch. Falls der/die Kassierer/in selber bereits infiziert ist, besteht die Gefahr viele Personen innerhalb eines Tage anzustecken. Eine Plexiglasscheibe zwischen den Oberkörpern der beteiligten Peronen kann das direkte Ansteckungsrisiko durch "feuchte Aussprache" erheblich senken.
Alternativ wäre auch ein Gesichtsvisir denkbar und sinnvoll.
 

Abstandsvergrößerung und Reduzierung der Personenanzahl an einem Ort:

Seit einigen Wochen wird in Firmen das Homeoffice "gelebt", um das Ansteckungsrisiko zu senken. Dies ist jedoch nur bedingt möglich. Coronaverdächtige Personen werden in spezielle Praxen geschickt, damit andere Menschen im Wartebereich der Ärzte möglichst nicht infiziert werden. Ob Infizierte ohne aktuelle Symptome im Wartebereich sitzen ist bedingt durch die Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen nicht sichergestellt. Die Menschenanzahl im Wartezimmer könnte weiter reduziert werden, wenn Termine vergeben würden. Personen, die mit eigenem Fahrzeug zur Arztpraxis angereist sind, könnte in ihrem Fahrzeug warten, bis sie kurz vor der Untersuchungszeit per Mobiltelefon abgerufen werden.

Letzte Methode ist besonders für Menschen mit Risikovorerkrankungen wichtig.


Pausenräume und Kantinen in Firmen:

Wie wird der "Virus-Abstand" in den Pausenräumen und Kantinen der Firmen gelebt? Sitzen Kollegen und Kolleginnen wie gewohnt zu einem Gespräch beim Essen zusammen?
Eingeschränke Restaurantöffnungszeiten und auseinandergerückte Tische in der Gastronomie sollen die Ausbreitung der Krankheit reduzieren, doch nur in Kombination mit angepaßten Maßnahmen in allen Sozialräumen wird die Schutzwirkung maximiert. Entzerrte Pausenzeiten und auseinandergerückte, kleine Tische helfen bei der Umsetzung der Maßnahme.


Abstandsbeschilderung im Wartebereich anbringen
 
 
Schilder mit Piktogrammen verdeutlichen die neue Situation und bringen sie immer wieder in Erinnerung: Infektionsgefahr - Abstand halten.
 

Service:
 
Dieses Piktogramm kann heruntergeladen werden, um einen Hinweis in Geschäften anzubringen.
 
 

Hygieneregeln müssen bei den Menschen in unserem Land ankommen, damit sie gelebt werden können ...


 

Fernsehen, Internet und Rundfunk berichteten in den vergangenen Wochen immer wieder über Hygieneumgangsformen zur Reduzierung des Infektionsrisikos. Dies erfolgt in deutscher Sprache. Deutschland ist mittlerweile international bevölkert und zusätzlich ein Transitland. Viele Menschen in Deutschland verfügen nicht über deutsche Sprachkenntnisse. Hygieneregeln in der Landessprache der betreffenden Person wären ein weiterer Baustein zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos. Ein Informationsort hierzu wären die Anmeldungen beim Pförtner der Firmen. Auch über das Europäische Parlament sollte ein Standard abgestimmt und in den Heimatländern publiziert werden.


www-zeit-de Artikel, vom 17. März 2020


 

Ostern 2020

 

 

In wenigen Wochen ist das Osterfest 2020. Zu diesem Fest treffen sich traditionell Freunde und Verwandte, um gemeinsam zu feiern. Vor dem Hintergrund der Corona- Epidemie wird der soziale Kontakt-Verzicht besonders schwer. Hoffen wir, dass die Verantwortung jede/s/r Einzelnen groß genug ist, dieses Opfer zum Schutz der Bevölkerung zu bringen.

 

Bilder: www.pixabay.com